Pilotprojekt „Selbsthilfe im Brandfall“ erfolgreich

BBK-Präsident Unger und DFV-Vizepräsident Geiger besuchen Schüler in Gera

Berlin/Bonn/Gera – Sie wissen, warum Rauchmelder so wichtig sind, verstehen, wie ein Feuer entsteht und können im Brandfall richtig reagieren: Die Schülerinnen und Schüler der achten Klasse der Otto-Dix-Schule in Gera haben sich ausführlich mit dem Brandschutz beschäftigt – und sind damit Vorreiter in Deutschland. Brandamtmann Maik Latzke von der Feuerwehr Gera hatte den Achtklässlern in insgesamt vier Schulstunden Hintergründe vermittelt, Gefahren aufgezeigt und praktische Tipps gegeben.

Die Schulungen fanden im Rahmen eines Pilotprojektes zur Selbsthilfe (Modul Brandschutz) statt, das der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) durchführte. Partner für die Umsetzung waren der Thüringer Feuerwehr-Verband und der Landesfeuerwehrverband Hessen. Insgesamt wurden gut 800 Schülerinnen und Schülern im Bereich Brandschutz ausgebildet; abschließend gab es einen Erfolgstest.

„Es ist wichtig, jeden einzelnen Menschen ein bisschen besser auf den Ernstfall vorzubereiten – damit jeder sich selbst und anderen helfen kann, bis weitere Hilfe kommt“, erläuterte BBK-Präsident Christoph Unger im Gespräch mit den Jugendlichen in Gera. DFV-Vizepräsident Ludwig Geiger, der das Projekt auf Bundesebene begleitet hatte, freute sich, dass die mehrjährige Vorbereitung inklusive Erstellung umfangreicher Schulungsunterlagen auf fruchtbaren Boden fiel. „Das Pilotprojekt war ein voller Erfolg! Ich hoffe, dass die Ausbildung ähnlich der Erste-Hilfe-Kurse in den Schulen fortgeführt und auf eine breitere Basis gestellt werden kann“, resümierte er mit Blick in die Zukunft.

Zum Ende des laufenden Schuljahres hatten die Otto-Dix-Schüler gezeigt, welche Kenntnisse sie bei der Schulung erworben hatten. Zudem erkundeten sie an einem echten Feuerwehrfahrzeug die Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr und erlebten live eine Fettbrandexplosion mit.

Hinweis für die Presse: Bilder der Veranstaltung werden in die DFV-Bilddatenbank unter www.feuerwehrverband.de/presse eingestellt.