Helfende Hand: Feuerwehr-Fitness auf 1. Platz

Bundesinnenminister zeichnet Konzepte mit Feuerwehr-Beteiligung aus

Berlin – „Das ist ein leuchtendes Beispiel für die Vernetzung und Attraktivität der Feuerwehren!“, lobte Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), das Projekt „Fit und Gesund im Einsatz der Feuerwehr“ des Kreisfeuerwehrverbandes Dahme-Spreewald. Die brandenburgische Idee erhielt den 1. Preis der Kategorie „Innovative Konzepte“ des Förderpreises „Helfende Hand“ des Bundesministers des Innern.

„Nachwuchs, Migranten, ältere Menschen – das Engagement hat viele Seiten, und alle sind wichtig!“, würdigte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière den Einsatz im Ehrenamt. Der Bundesminister überreichte den Preis zur Förderung des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz in insgesamt drei Kategorien. Die Feuerwehren waren dabei mehrfach ganz vorne dabei.

Innovative Konzepte: Fitness, Vereinbarkeit und Krisenintervention

Das erstplatzierte Fitness-Projekt aus Dahme-Spreewald (Brandenburg) begeisterte durch seinen übergreifenden, auch anderweitig anwendbaren Ansatz: Verschiedene Kooperationen mit Sportanbietern und Gesundheitsdienstleistern der Region bieten den Feuerwehrangehörigen die Möglichkeit, fit und gesund zu bleiben, um im Notfall Leben zu retten und ihr eigenes bestmöglich zu schützen. Weitere Informationen: www.kfv-lds.de/cms/projekte/fit-und-gesund-im-einsatz.  

Die Vereinbarkeit von Ausbildung und Ehrenamt steht im Fokus des zweitplatzierten Projekts: Die Hochschule Augsburg (Bayern) bietet als Partner der Feuerwehren und Hilfsorganisationen eine flexible Studienplanung, individuelle Urlaubssemester oder die Verschiebung von Terminen, um das Ehrenamt zu erleichtern. Weitere Informationen: www.augsburg-hilft.org.

„Auf breiten Füßen“ steht das Konzept des Kriseninterventionsteams im Landkreis Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg): Die Kooperation von Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Technischem Hilfswerk sowie evangelischer und katholischer Kirche landete auf dem 5. Platz der Kategorie „Innovative Konzepte“. Mehr Infos: www.lrasha.de/de/buergerservice/notrufe-katastrophenschutz/verzeichnis-notrufe-katastrophenschutz/krisentintervention-und-notfallseelsorge.

Zusammenarbeit in der Nachwuchsarbeit

In der Kategorie „Jugend- und Nachwuchsarbeit“ erreichte der „Gemeinsame Ausbildungstag“ von Jugendfeuerwehr, Jugendrotkreuz und THW-Jugend in Sondershausen/Kyffhäuserkreis (Thüringen) den vierten Platz. Mehr als 200 Kinder und Jugendliche von sechs bis 16 Jahren hatten gemeinsam spannende Aufgaben absolviert und Wertschätzung für ihr Hobby erfahren. Impressionen: www.feuerwehrsondershausen.de/index.php/bilder/einsaetze/gemeinsamer-ausbildungstag-ffw/thw/drk-.

Unternehmen unterstützen ehrenamtliches Engagement

Die Kreissparkasse Göppingen (Baden-Württemberg) wurde für ihr Konzept „Damit alle gewinnen“ in der Kategorie „Vorbildliches Arbeitgeberverhalten“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Das Unternehmen stellt Mitarbeiter, die sich etwa in der Feuerwehr engagieren, selbstverständlich für Einsätze und Ausbildung frei. Zudem verleiht die Kreissparkasse alle zwei Jahre einen Ehrenamtspreis, bei dem auch ein Zeitbudget für ehrenamtliches Engagement zur Verfügung gestellt wird.

22 von 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der K+S AG Bad Salzdetfurth (Niedersachsen) sind in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Diese ist nicht nur für den Brandschutz auf dem Werkgelände zuständig, sondern kann auch jederzeit dort üben – etwa mit technischem Gerät, mit dem sie durch das Unternehmen ausgerüstet wurde.

Der Deutsche Feuerwehrverband war durch seinen stellvertretenden Bundesgeschäftsführer Rudolf Römer an der Jury beteiligt. Die Erstplatzierten ehrenamtlichen Organisationen erhielten jeweils ein Preisgeld von 8.000 Euro. Ausführliche Informationen zum Förderpreis gibt es im Internet unter www.helfende-hand-foerderpreis.de.