Kampagne „112 Feuerwehr – Willkommen bei uns!“

Feuerwehrverband will Menschen mit Migrationshintergrund informieren

Berlin – „112 Feuerwehr – Willkommen bei uns!“ – so lautet der Slogan der Kommunikationskampagne des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), die den interkulturellen Dialog der Feuerwehren mit Menschen mit Migrationshintergrund vertiefen soll.

Orhan Bekyigit, Feuerwehrmann mit türkischen Wurzeln und DFV-Fachberater Integration, erläutert die drei vorrangigen Ziele der Kampagne: „Zunächst geht es um die Information über das deutsche Feuerwehrsystem – Freiwillige Feuerwehr, Berufsfeuerwehr, Werkfeuerwehr, Jugendfeuerwehr. In anderen Ländern gibt es häufig andere Strukturen.“

Der zweite Bereich ist die Information über die verschiedenen Engagementmöglichkeiten. „Wir sehen Engagementförderung als ein Integrationsinstrument. Langfristig ist für den Deutschen Feuerwehrverband auch die Mitgliedergewinnung aus den Reihen der Migrantinnen und Migranten ein Ziel, wenngleich dies nicht als Ausgleich eines demographischen Tiefs verstanden werden darf, sondern als längst überfällige Bereicherung. Dafür muss bekannt sein, wie Feuerwehren funktionieren und wie man sich dort engagieren kann“, so der DFV-Fachberater.

Das dritte Ziel ist die Information über Präventionsmaßnahmen und das Verhalten im Notfall: „Wie verhalte ich mich richtig, warum sind Rauchwarnmelder wichtig, was kann ich tun, um Brände zu vermeiden – darüber wollen wir informieren“, erklärt Bekyigit.

Im Rahmen der 60. Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes stellte Bekyigit die Kampagne einem breiten Publikum vor. Die Materialien – Plakate, Postkartenflyer, Aufkleber und Arbeitsheft – werden nun an einen großen bundesweiten Verteiler versandt. Hinzu kommen eine Facebook-Plattform (www.facebook.de/112willkommen) sowie die Website www.112-willkommen.de. Dort stehen Informationen zum richtigen Verhalten im Notfall sowie zum Hintergrund der Kommunikationskampagne zur Verfügung.

„112 Feuerwehr – Willkommen bei uns!“ wird aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds kofinanziert.