Friedrich und Steinbrück loben Feuerwehr-Engagement

Hochkarätige Besetzung beim 8. Berliner Abend der deutschen Feuerwehren

Berlin – „Es gibt kaum eine Organisation, die so tief in der Gesellschaft verwurzelt ist wie die Feuerwehr!“, lobte Dr. Hans-Peter Friedrich, Bundesminister des Innern, beim 8. Berliner Abend der deutschen Feuerwehren das Engagement der 1,3 Millionen Aktiven in Deutschland. Mehr als 100 Bundestagsabgeordnete sowie 350 Gäste aus Feuerwehren, Verwaltung und Verbänden nutzten die Gesprächsplattform des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Friedrich würdigte das Engagement der Feuerwehren bei der Integration von Menschen aller Bevölkerungsgruppen: „Sie spielen hier eine große und wichtige Rolle für die Gemeinschaft“, erklärte er in der Regierungsfeuerwache Tiergarten. Der Bundesinnenminister sicherte den Feuerwehrangehörigen die Auslieferung der im Rahmen der Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen für den Katastrophenschutz avisierten Schlauchwagen bis 2014 zu. Aktuell wird zudem ein Musterfahrzeug zur Dekontamination von Personen durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe getestet.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück bezeichnete das Ehrenamt als „den Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält“. Er zollte vor allem den Jugendfeuerwehren Respekt: „Hier findet mehr statt als nur Jugendarbeit; hier lernen Jugendliche Demokratie und setzen sich für die Stabilität der Gesellschaft ein.“ Im Vorfeld des 8. Berliner Abends hatte die Deutsche Nationalstiftung bekannt gegeben, dass die Jugendfeuerwehren in Deutschland mit dem Deutschen Nationalpreis 2013 ausgezeichnet werden.

Eine Ehrung der besonderen Art erhielt DFV-Präsident Hans-Peter Kröger: Bundesinnenminister Friedrich zeichnete ihn für sein „leidenschaftliches Engagement“ und die intensive Kooperation für das gemeinsame Ziel mit dem Ehrenzeichen in Silber der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk aus.

Alfons Weinzierl, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, machte auf eine Bundesratsinitiative zu Aufwandsentschädigungen für Feuerwehrangehörige aufmerksam: „Ehrenamtliche Führungskräfte müssen anteilig Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung bezahlen – diese paradoxe Situation trägt zur Demotivation bei!“ Diese sollen nach Überzeugung der Feuerwehren sozialabgabenfrei sein, so Weinzierl.

DFV-Vizepräsident und Vorstandsmitglied des Verbands der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen, Hartmut Ziebs, berichtete von einer Gesetzesinitiative zur kompletten Absicherung von ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen bei gesundheitlichen Schäden, die im direkten Zusammenhang mit einem Feuerwehreinsatz stehen. „Immer wieder gehen die Versicherungen nach einem Unfall von Vorschäden aus“, erklärte Ziebs. „Es ist nicht zu tolerieren, dass die Gesellschaft uneingeschränkte Hilfe fordert, aber den Feuerwehrangehörigen diese selbst nicht leistet!“, appellierte er  an die Bundestagsabgeordneten.

Der 8. Berliner Abend wurde mit freundlicher Unterstützung von Mercedes-Benz, T-Mobile und der Berliner Feuerwehr durchgeführt. Berlins Landesbranddirektor Wilfried Gräfling freute sich gemeinsam mit DFV-Präsident Hans-Peter Kröger über die hohe Akzeptanz der mittlerweile etablierten Veranstaltung in der Regierungsfeuerwache.