Das Ziel: Qualifikation zur Feuerwehr-Olympiade

Erklärung der Wettbewerbsdisziplinen vom 27. bis 30. Juli in Rostock

Rostock – Nicht Rio de Janeiro in Brasilien, sondern Villach in Österreich ist das olympische Ziel der 2.100 Feuerwehr-Sportler, die ab heute in Rostock bei den Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften um den Sieg wetteifern. Sie wollen sich für die Feuerwehr-Olympiade 2017 qualifizieren.  

Vom 27. bis 30. Juli 2016 starten Feuerwehrfrauen und -männer aus ganz Deutschland in den Bereichen Traditioneller Internationaler Feuerwehrwettbewerb, Internationaler Feuerwehrsportwettkampf und Internationaler Jugendwettbewerb. Die besten Mannschaften qualifizieren sich hier für die Feuerwehr-Olympiade des Weltfeuerwehrverbandes CTIF. Zudem finden separat auch Wertungen im Löschangriff nass sowie im Kuppelcup statt.

Traditionell, Sport & Jugendbewerb: Erklärung der Disziplinen


Beim Traditionellen Internationalen Feuerwehrwettbewerb werden auf dem Rasen des Leichtathletikstadions rasend schnell Schläuche für den Löschangriff auf Zeit verlegt. Auf der Tartanbahn absolvieren die Feuerwehrmänner und -frauen den 400m-Staffellauf. Bei diesem müssen die acht Mitglieder jeweils 50 Meter zurücklegen und Hindernisse wie eine Eskaladierwand überwinden oder eine acht Meter lange Röhre durchqueren. Als Staffelholz fungiert hierbei ein Strahlrohr. Als ausgekoppelter Teil des Löschangriffs findet erstmals der Kuppelcup statt, bei dem in Windeseile die „Wasserentnahme aus dem offenen Gewässer“ vorbereitet wird.

Beim Internationalen Feuerwehr-Sportwettkampf wird zwischen Mannschafts- und Einzeldisziplinen unterschieden. Einzeldisziplinen sind die 100 Meter-Hindernisbahn und das spektakuläre Hakenleitersteigen bis ins dritte Obergeschoss, dessen Finalläufe während der Eröffnungsveranstaltung stattfinden. Innerhalb von 15 Sekunden legen die Feuerwehrleute rund 35 Meter Laufstrecke zurück und erklimmen den 10,85 Meter hohen Turm. Nach jedem Stockwerk muss die Hakenleiter hochgezogen und im nächsten Stockwerk eingehängt werden. Erstmals sind hier auch Frauen am Start.

Zu den Mannschaftsdisziplinen der Feuerwehrsportler gehören die 4x100 Meter-Hindernisstaffel sowie der Löschangriff nass. Der Aufbau des Löschangriffs ist angelehnt an einen realen Feuerwehreinsatz: Wie bei einem Löschangriff wird aus zwei Rohren Wasser auf eine Zielscheibe gespritzt – und zwar binnen rund 25 Sekunden. Der Angriffstrupp muss hierbei sprichwörtlich mit dem Wasser „um die Wette“ rennen, weil der Maschinist bereits Wasser auf die Leitungen gibt, obwohl die Leitungen noch nicht vollständig verlegt sind.

Die Jüngsten wollen sich ebenfalls für Olympia qualifizieren: Die Jugendfeuerwehrteams zeigen beim Internationalen Jugendbewerb einen Löschangriff, für den sie auch Feuerwehrknoten sicher beherrschen müssen. Zudem wartet der Staffellauf mit kleinen Aufgaben wie Schlauch aufrollen oder Leinenzielwurf auf.

Aktuelle Informationen zur Veranstaltung gibt es online unter www.deutsche-feuerwehrmeisterschaften-rostock.de. Das DFV-Presseteam berichtet live aus Rostock.