MENSCH Feuerwehr

„Menschen ändern sich, Feuerwehr ändert sich – daher müssen wir die Zukunft ganzheitlich betrachten“, erklärt Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), zum Arbeitsfeld „MENSCH Feuerwehr“. 

Ziele von MENSCH Feuerwehr
Feuerwehren sind ein Ort des gemeinsamen Lernens, der Wertevermittlung und des bürgerschaftlichen Engagements. Da die Bundesrepublik ein Einwanderungsland ist, steht auch die Feuerwehr vor der Herausforderung, neue Zielgruppen für die wichtige Feuerwehrarbeit zu begeistern. Junge Migrantinnen und Migranten jeden Alters sowie unterrepräsentierte Gruppen wie Frauen und Menschen mit Behinderung sollen noch stärker in die Feuerwehrarbeit integriert werden. 

Zur Bewältigung dieser Aufgabe werden für das Feuerwehrwesen ergänzende Bildungsangebote entwickelt. Persönlichkeits- und Organisationsentwicklung stehen dabei im Vordergrund. Ziel ist die interkulturelle Öffnung des Feuerwehrwesens. Schwerpunktmäßig können Feuerwehren aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland sowie interessierte Feuerwehren in Großstädten die Angebote nutzen. An bundesweiten Veranstaltungen können Feuerwehrangehörige aus ganz Deutschland teilnehmen.

Den Projektkalender 2018 finden Sie hier.

Inhalte von MENSCH Feuerwehr

1. Angebote zu Persönlichkeits- und Organisationsentwicklung in der MENSCH Feuerwehr-Akademie

2. projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit

3. Wanderausstellung mit Begleitprogramm + Videoclip, der hier zu sehen ist über MENSCHen in der Feuerwehr

Die Hauptzielgruppe in den Feuerwehren sind junge Ehrenamtliche und Hauptamtliche in der (Jugend-)Feuerwehrarbeit sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die die künftige Ausrichtung der Feuerwehrarbeit verantworten werden. Für das Feuerwehrwesen ist die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund eine Herausforderung, der es sich seit Jahren stellt. 

Kooperationen

Mit Verbandsgremien wird in der Planung und Durchführung zusammengearbeitet. Vielfältige Kooperationspartnerinnen und -partner bringen ihr Knowhow ein. Dazu gehören unter anderem das Pressenetzwerk für Jugendthemen, das Netzwerk für Demokratie und Courage, das Deutsche Feuerwehr-Museum Fulda, UNHCR, das Projekt BEIspielhaft-Bildung-Engagement-Integration bei der Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit, der Zentralrat der Muslime in Deutschland und Expertinnen und Experten aus dem europäischen Ausland.

Auch Orhan Bekyigit, Fachberater für Integration im DFV, begleitet das Vorhaben. Der Deutsche türkischer Herkunft weiß aus eigener Erfahrung um die Herausforderungen, die einen Migranten in der Feuerwehr erwarten. Er sah dies jedoch immer als Chance und hat so die Feuerwehr zu einem wichtigen Bestandteil seines Lebens gemacht.

Leitbild des DFV zur Interkulturellen Öffnung

Das Leitbild zur Interkulturellen Öffnung umfasst sieben formulierte Leitsätze, die das Selbstverständnis von Feuerwehren abbilden. Wir stellen das Leitbild in verschiedenen Sprachen zur Verfügung: DeutschGriechischKroatischPolnischRussischSpanisch und Türkisch.

Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beschäftigt sich der DFV bis Ende 2019 mit der Vielfalt in den Feuerwehren. „Wir wollen die interkulturelle Öffnung weiter vorantreiben und uns dazu den Menschen nähern, deren Engagement die Feuerwehr noch diverser machen kann“, erläuterte der DFV-Präsident im Rahmen der Auftaktveranstaltung in Berlin.

Informationsmaterial

Im Rahmen des DFV-Projektes miteinander reden wurde eine Handreichung zum Themenfeld erstellt.

Der Deutsche Feuerwehrverband sammelt in seiner Lagekarte Engagement Aktivitäten von und für Flüchtlinge in den deutschen Feuerwehren.

Um das Engagement in der Flüchtlingshilfe zu untersuchen, führte das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Bundesfamilienministeriums eine zweistufige Untersuchung durch. In einer ersten Umfrage wurde die Beteiligung an der freiwilligen Flüchtlingshilfe im Rahmen einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage mit rund 1.400 Befragten ab 16 Jahren erfragt. Der Ergebnisbericht der Studie ist hier zu finden. 

Das Projektteam besteht aus Steffi Bergmann und Christoph Klapproth.