International

Internationales Engagement – Verband der Feuerwehren in der Europäischen Union

„Wir haben hier und heute Geschichte geschrieben! Dieser Tag ist ein Meilenstein für die europäische Feuerwehrlandschaft und ein klares Bekenntnis zur Solidarität, Professionalität und gemeinsamen Verantwortung im Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger“, ordnete Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, die Gründung des „Verbandes der Feuerwehren der Europäischen Union“ in Berlin ein. Vertreterinnen und Vertreter aus 21 Ländern der EU unterzeichneten die Gründungsurkunde. Erstmals war es somit gelungen, Repräsentanten der Feuerwehren und ihrer Verbände aus einer Vielzahl von Nationen der Europäischen Union in einem Gremium zusammenzubringen.

In der Gründungsurkunde heißt es: „Der Brand- und Katastrophenschutz in den Ländern, die sich zur Europäischen Union zusammengeschlossen haben, sind wesentliche Bestandteile der europäischen Sicherheitspolitik. Die Feuerwehren sind dabei eine unverzichtbare Säule der Sicherheits- und Resilienzarchitektur. Das außergewöhnliche Engagement und die unerschütterliche Solidarität der Feuerwehrleute sind ein wesentlicher Eckpfeiler für die Rettung von Menschenleben, den Schutz von Eigentum und Kulturerbe, den Schutz der Umwelt und den Aufbau einer sichereren und widerstandsfähigeren Gesellschaft. Die legitimierten Organisationen der Feuerwehrleute in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union vereinbaren deshalb heute die Gründung des ,Verbandes der Feuerwehren der Europäischen Union‘. Damit soll eine gemeinsame nachhaltige Struktur mit dem Ziel der Interessenvertretung und eines wechselwirkenden Dialogs mit den Institutionen der Europäischen Union geschaffen werden.“

Zum neuen Präsidenten des internationalen Verbandes wurde Karl-Heinz Banse (Deutschland) gewählt. Vizepräsidenten sind Jean-Paul Bosland (Frankreich), Ante Sanader (Kroatien), Robert Mayer (Österreich) und Waldemar Pawlak (Polen).

 

Mitglieder des Verbandes der Feuerwehren in der Europäischen Union

Am Tag der Gründung haben Vertreterinnen und Vertreter aus den folgenden Organisationen ihren Beitritt zum Verband der Feuerwehren in der Europäischen Union erklärt:

  • Österreichischer Bundesfeuerwehrverband (Österreich)
  • Fire & Rescue Belgium – BB-SPB (Belgien)
  • National Association of Volunteers of the Republic of Bulgaria (Bulgarien)
  • Hrvatska vatrogasna zajednica – Croatian Firefighting Association (Kroatien)
  • Cyprus Firefighters Association (Zypern)
  • sdružení hasičů čech, moravy a slezska (Tschechische Republik)
  • Estonian Rescue Board (Estland)
  • The Finnish National Rescue Association, SPEK (Finnland)
  • Féderation Nationale des Sapeurs-Pompiers de France (Frankreich)
  • Deutscher Feuerwehrverband (Deutschland)
  • Panhellenic Federation of Firefighters Unions (Griechenland)
  • Hungarian Fire Association (Ungarn)
  • Fédération Nationale des Pompiers, Luxembourg (Luxemburg)
  • Vakvereniging Brandweer Vrijwilligers (Niederlande)
  • Związek Ochotniczych Straży Pożarnych Rzeczypospolitej Polskiej (Polen)
  • Liga dos Bombeiros Portugueses (Portugal)
  • Federatia de Pompieri Voluntari si Protectia Civila, FPVPC (Rumänien)
  • Dobrovoľná požiarna ochrana Slovenskej republiky (Slowakei)
  • Firefighting Association of Slovenia (Slowenien)
  • CONBE Consorcios Bomberos España (Spanien)
  • Brandmännens Riksförbund (Schweden)

Internationales Engagement – CTIF

Austausch mit den europäischen Nachbarn, Einblicke in andere Feuerwehrsysteme, Zusammenarbeit im Rahmen des Weltfeuerwehrverbandes und Verbundenheit mit anderen Feuerwehrverbänden: Der Deutsche Feuerwehrverband ist international stark vernetzt.

So vertritt der Deutsche Feuerwehrverband als Nationales Komitee die deutschen Feuerwehren aktiv in der Internationalen Vereinigung des Feuerwehr- und Rettungswesens CTIF (www.ctif.org).

In folgende Gremien werden seitens des Deutschen Feuerwehrverbandes Fachleute entsandt:

Kommissionen:

  • Competitions (Wettbewerbe) (Vorsitz)
  • Europe (Europa)
  • Extrication & new technology (Rettung und neue Technologien)
  • Fire prevention (Vorbeugender Brandschutz)
  • Fire and rescue on airports (Flughafen-Feuerwehren)
  • Forest fires (Waldbrände)
  • Hazardous materials (Gefährliche Stoffe)
  • History (Geschichte)
  • Rescue/Health service (Rettung und Gesundheit)
  • Volunteer firefighters (Freiwillige Feuerwehren)
  • Women in Fire and Rescue Services (Frauen in der Feuerwehr) (stellv. Vorsitz)
  • Youth fire brigade (Jugendleiter) (Vorsitz)

Gruppen:

  • Danube (Donauländer)
  • Education and training (Ausbildung und Training)
  • Fire Investigation (Brandursachenermittlung)

Internationales Engagement – Deutschland/Österreich/Frankreich

Gemeinsame Themen, gemeinsame Ziele: Seit Jahren tauschen sich die Vertreter des Deutschen Feuerwehrverbandes, des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes und der französischen Fédération Nationale des Sapeurs-Pompiers de France aus.  Im Mittelpunkt der Treffen stehen grenzüberschreitenden Themen, Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer.

Internationales Engagement – Deutschland/Niederlande

Vereinfachte Zusammenarbeit in der Facharbeit, Austausch von Forschungsergebnissen, internationale Kooperation zur verbesserten Sicherheit von Feuerwehrkräften und der Verringerung von Brandgefahren: Den Deutschen Feuerwehrverband und die Brandweer Nederland verbindet eine gemeinsame Kooperationserklärung („Memorandum of Understanding“). „Feuerwehr funktioniert über Grenzen hinweg – und der Austausch von erfolgreichen Konzepten ist genauso wichtig wie die gemeinsame, schlagkräftige Zusammenarbeit in verbandspolitischen Themen“, hieß es zur Unterzeichnung im Rahmen des ersten deutsch-niederländischen Kongresses.

Internationales Engagement – Deutschland/Polen

Der Deutsche Feuerwehrverband hat seine Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit dem Verband der Freiwilligen Feuerwehren der Republik Polen erneuert und die deutsch-polnische Zusammenarbeit damit weiter gestärkt. DFV-Präsident Karl-Heinz Banse und der polnische Feuerwehrverbandspräsident Waldemar Pawlak unterzeichneten das aktualisierte Dokument in der polnischen Hauptstadt Warschau. Grundlage sind der deutsch-polnische Staatsvertrag, das bilaterale Abkommen über die gegenseitige Hilfe bei Katastrophen und schweren Unglücksfällen sowie die Vereinbarung zwischen dem Verband der Freiwilligen Feuerwehren der Republik Polen und dem Deutschen Feuerwehrverband vom 28. Januar 1999.