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„DFV direkt“: Urheberrecht in der Brandschutzerziehung

Mehr als 370 interessierte Feuerwehrangehörige nahmen an Online-Fortbildung teil

Berlin – „Aufgrund des Ansehens der Feuerwehr wird häufig auf Abmahnungen verzichtet; dies schließt aber nicht aus, dass es zu Problemen mit dem Urheberrecht kommt!“ – vor diesem Hintergrund informierte Illustrator und Feuerwehrmann Stefan Roth in der aktuellen Ausgabe der erfolgreichen Online-Fortbildungsreihe „DFV direkt“ des Deutschen Feuerwehrverbandes über das Urheberrecht in der Brandschutzerziehung. Mehr als 370 interessierte Feuerwehrangehörige nahmen an der kostenfreien Veranstaltung teil.

Der Vortrag war aufgeteilt in die Themenbereiche Medien der Brandschutzerziehung und -aufklärung, Urheberrecht und Nutzungsrecht sowie Fallstricke und Fallschirme. „Fotos sind deshalb so wichtig, weil sie einen Sachverhalt gut vermitteln und eine hohe Glaubwürdigkeit haben“, so Roth. Er stellte Illustrationen vor, die Sachverhalte hervorheben und betonen: „Cartoons machen einfach alles lockerer, leichter und lustiger.“ Der Grafikdesigner erläuterte anhand von Beispielen die Grundlagen des Urheberrechts. Hierbei wies er darauf hin, dass das Urheberrecht nicht übertragbar, sondern immer an die Person gebunden sei. Roth ging auf die Unterschiede von Urheber- und Nutzungsrecht sowie die Unterschiede zwischen gewerblicher, redaktioneller, Handels- und privater Nutzung ein. Auch der in der Brandschutzerziehung besonders wichtige Punkt „Recht am eigenen Bild“ von Minderjährigen war ein Thema seines Vortrags.

Gemeinsam mit Rechtsanwalt Ludwig Rentzsch beantwortete Stefan Roth Fragen aus dem Plenum, nannte Beispiele für potenzielle Urheberrechtsverletzungen und ging darauf ein, wie man sich im Falle einer Abmahnung verhalten sollte. „Ich rate, eine Abmahnung auf jeden Fall auch durch einen Rechtsanwalt überprüfen zu lassen, um sicher zu stellen, dass es sich nicht um eine Fake-Abmahnung handelt“, so der Referent.

In der Fortbildungsreihe „DFV direkt“ geht es mit den folgenden Themen weiter:

  • Die Mitwirkung der Feuerwehren im Gemeinsamen Kompetenzzentrum Bevölkerungsschutz steht im Mittelpunkt der nächsten Ausgabe am 13. März von 18 bis 19 Uhr. Dipl.-Ing. Benno Fritzen referiert als Verbindungsperson aus dem „Verbindungsbüro der deutschen Feuerwehren“ beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
  • „Vegetationsbrandbekämpfung – aktueller Stand bei den Feuerwehren in Deutschland“ lautet der Titel der „DFV direkt“ am Montag, 15. April. Jan Südmersen berichtet von 18 bis 19 Uhr von der Einsatzvorbereitung und zeigt dabei auch wesentliche Punkte auf, die jede Feuerwehr schnellstmöglich umsetzen kann und auch sollte.

Information und Anmeldung für „DFV direkt“: https://www.feuerwehrverband.de/veranstaltungen/dfv-direkt/.

(Friedrich Kulke/DFV-Presseteam)