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DFV-Präsident bei Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern in Berlin

„Der DFV arbeitet für zukunftsfähige Rahmenbedingungen, um ein verlässliches System schneller und kompetenter Hilfe in Deutschland zu sichern. Der DFV nimmt dazu als Spitzenverband die Interessenvertretung auf nationaler, internationaler Ebene und in der EU wahr.“ Dem Leitbild des Deutschen Feuerwehrverbandes folgend, stand DFV-Präsident Karl-Heinz Banse in Berlin erneut im engen Kontakt mit politischen Entscheidungsträgern. Hier ein Auszug seiner Tätigkeiten.

Im Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Johann Saathoff, ging es unter anderem um Überlegungen zur Stärkung des Frauenanteils in der Feuerwehr. Der DFV hatte bereits ab 2005 ein Projekt mit Bundesförderung durchgeführt. Galina Ortmann, Vorsitzende des Bundesverbandes interkultureller Frauen in Deutschland, brachte hierzu ihre aktuelle Expertise ein. Weitere wichtige Punkte waren das RescEU-Verfahren der Europäischen Union und die Rolle der Feuerwehren in der EU. Hier gibt es derzeit Planungen für internationale Verbandstreffen in Paris und Brüssel. Karl-Heinz Banse überreichte Johann Saathoff zudem eine Feuerwehr-Einsatzjacke, die ihn beim Besuch von großen Einsatzstellen wie etwa länderübergreifendem Hochwasser nicht nur schützen soll, sondern auch die Verbundenheit mit den Feuerwehren ausdrücken wird.

 

Anschließend stand ein Gespräch des DFV-Präsidenten mit dem Bundestagsabgeordneten Henning Otte an. Kurz nach dem Parlamentarischen Abend der Koordinierenden Träger im Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ war dies erneut die Möglichkeit, um Unterstützung für das Programm zu werben, das Extremismusprävention und Demokratiearbeit in strukturschwachen Gebieten ermöglichen soll. Otte ist Sprecher für den ländlichen Raum der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Banse und Otte waren sich einig, dass das unter anderem von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vorgeschlagene verpflichtende Gesellschaftsjahr den Feuerwehren nützen könnte, gerade auch im Hinblick auf das Erlernen des Respekts gegenüber Ehrenamt und Einsatzkräften. Weitere Themen waren der Einsatz von Löschflugzeugen in der Waldbrandbekämpfung, die Brandbekämpfung bei Elektrofahrzeugen und die militärische Lage in der Ukraine. Henning Otte hat auch das Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Bundestages inne.

Der dritte Lobbytermin führte zu Michael Brand, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Fulda. Hier steht das Deutsche Feuerwehr-Museum, dessen Zukunft Thema des Gesprächs war. Gemeinsam mit der Bundesvereinigung des Technischen Hilfswerks sollen die Bestände des Feuerwehrmuseums und die historische Sammlung des Technischen Hilfswerks künftig unter einem Dach zu sehen sein. „Weitere starke Partner für dieses Projekt sind die Stadt Fulda, vertreten durch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, das Land Hessen und der Landesfeuerwehrverband Hessen“, so der DFV-Präsident. „Gemeinsam arbeiten wir an einem neuen Konzept, um etwas Neues mit Geschichte, Gegenwart und Pfiff auf den Weg zu bringen“, resümierte der Politiker das Gespräch. Das Deutsche Feuerwehr-Museum ist das Leitmuseum der deutschen Feuerwehren und ordnet Entwicklungen historisch wie auch politisch und kulturell ein. Die historische Sammlung des THW ist bislang weitgehend nicht öffentlich zugänglich und auf mehrere Standorte verteilt. Die Zusammenführung in Fulda und die gemeinsame Präsentation bietet eine große Chance für beide Seiten. Von zentraler Bedeutung ist, dass es keine räumlich getrennte Ausstellung beider Partner gibt, sondern eine nach Epochen sowie sachlicher Relevanz strukturierte Präsentation.