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Bundesinnenministerium prämiert Ideen zur Unterstützung des Katastrophenschutzes

Berlin – Seit 15 Jahren zeichnet das Bundesinnenministerium mit dem Förderpreis „Helfende Hand“ in mehreren Kategorien Ideen aus, die den Bevölkerungsschutz voranbringen und unterstützen. Erneut erhielten Bewerbungen mit Feuerwehr-Beteiligung Top-Platzierungen. „Ich bin von der Vielfalt der Projekte beeindruckt. Dies zeigt, wie innovativ unsere Feuerwehren im Interesse unserer Mitmenschen sind“, erklärte Lars Oschmann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Johann Saathoff, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin des Innern und für Heimat, lobte im Rahmen der Preisverleihung in Berlin das große Engagement aller Beteiligten: „Sie alle machen mit Ihrem Engagement einen gewaltigen Unterschied!“ Allein in den Feuerwehren sind mehr als eine Million Menschen ehrenamtlich aktiv.

In der Kategorie „Innovative Konzepte“ geht es darum, das Ehrenamt mit neuen Ideen zu unterstützen. Hier wählte die Jury die „Verbesserung der Schutzbekleidung von Feuerwehrfrauen“ für den ersten Platz aus. Das Forschungsprojekt des Instituts für Textiltechnik und des Instituts für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen (Nordrhein-Westfalen) beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von passender Schutzkleidung für Feuerwehrfrauen und dem Unfallrisiko. Die Ehrenamtsinitiative „Cottbus braucht dich“ landete auf dem dritten Platz. Sie hat zum Ziel, gemeinsam Aktionen zur Gewinnung von freiwilligen Kräften für Hilfsorganisationen, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk durchzuführen, um eine langfristige personelle Stärkung in der brandenburgischen Stadt zu erreichen. Mit der Emulation radiologischer Messgeräte hat sich ein Feuerwehrmann aus dem hessischen Schrecksbach beschäftigt. Für seine Entwicklung eines Systems zur Nachahmung von Dosisleistungsmessgeräten für realitätsnahe Strahlenschutzübungen wurde er mit dem vierten Platz belohnt.

Ideen zur „Nachwuchsarbeit“ standen im Mittelpunkt der nächsten Kategorie. Hier hatten sich gleich mehrere Projekte mit einem ganzheitlichen Ansatz qualifiziert, die alle Hilfsorganisationen, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk gemeinsam vorstellten. In den erstplatzierten „Schulanfänger-Wochen“ des Jugendrotkreuzes Heidelberg (Baden-Württemberg) werden schon den Kleinsten die verschiedenen Tätigkeiten im Katastrophenschutz nähergebracht. Die Aktion „Kleine Helfer ganz groß – Dippoldiswalder Teamtag Bevölkerungsschutz“ aus Sachsen kam auf den dritten Rang. Hier hatten sich die Jugendgruppen der Freiwilligen Feuerwehr, des Jugendrotkreuzes und des Technischen Hilfswerks in einem spielerischen Wettbewerb besser kennengelernt und den Teamgeist gestärkt. „Wenn wir nicht kommen, kommt keiner. Kommst du mit?“ lautet der Titel des viertplatzierten Projekts aus Bremerhaven (Bremen). Der „Seestadtretter“ genannte Zusammenschluss aller Zivil- und Katastrophenschutzeinheiten der Stadt, darunter auch die Feuerwehr, lieferte mit einem Imagefilm und einem ehemaligen Seecontainer als „Kinolocation“ ein maßgeschneidertes Konzept zur Nachwuchswerbung. Ebenfalls gemeinsam mit Feuerwehr und Rettungsdienst fand die „Jugend-Übung im Kat-Schutz“ der THW-Jugend Görlitz (Sachsen) statt, die den fünften Platz belegte.

Im Bereich der nicht mit Preisgeld dotierten Kategorie „Unterstützung des Ehrenamtes“ wurde das Engagement der Dräger Safety AG / Co. KG aA aus Lübeck (Schleswig-Holstein) unter dem Motto „Dräger sucht Euch. Eure Leidenschaft im Rampenlicht“ mit dem ersten Platz belohnt. Im Rahmen der Weltleitmesse INTERSCHUTZ hatten sich Feuerwehren für ein professionelles Imagevideo bewerben können, um oftmals fehlende finanzielle Mittel für einen eigenen Dreh kompensieren zu können und dem Nachwuchsmangel entgegenzuarbeiten. Der Malwettbewerb „Unser Katastrophenschutz“ aus dem hessischen Romrod belegte den zweiten Platz. Die Aktion war nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen des Vogelsbergkreises, sondern auch bei Bevölkerung und Presse auf großes Interesse gestoßen. Auf den vierten Platz kam „PSNVonline“, eine monatliche Online-Fortbildung im Neckar-Odenwald-Kreis (Baden-Württemberg) zu Themen der Psychosozialen Notfallversorgung, der sich aus einem Coronaprojekt heraus verstetigt hatte.

DFV-Vizepräsident Lars Oschmann saß für die Feuerwehren in der Jury. Weitere Informationen zum Förderpreis und zu den Projekten gibt es unter https://www.helfende-hand-foerderpreis.de.