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Russische Feuerwehrleute zur Erholung in Bayern

30 Brandbekämpfer für zwei Wochen in Feuerwehr-Gästehaus Bayerisch Gmain

Berlin – Aus dem Ural nach Bayerisch Gmain: Auf Einladung des Bundesinnenministers und auf Vermittlung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) verbringen aktuell 30 russische Feuerwehrangehörige einen zweiwöchigen Erholungsaufenthalt im Feuerwehr-Gästehaus „St. Florian“ in Bayerisch Gmain. Die 29 Männer und eine Frau waren in besonders von den diesjährigen Waldbränden betroffenen Regionen im Einsatz – vornehmlich in Zentral- und Westrussland sowie dem Ural.

„Wir Feuerwehrleute wissen, welche anstrengende Arbeit Sie bei den Ereignissen in Ihrer Heimat geleistet haben. Dieses Engagement ist auch in Deutschland vorhanden – und verbindet uns über alle Grenzen hinweg“, hob DFV-Vizepräsident Bernd Pawelke, der das russische System bei mehreren Besuchen vor Ort kennenlernte, die Verbundenheit der deutschen Feuerwehrangehörigen bei der offiziellen Begrüßung der Gäste hervor.

Zuvor hatte Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), die enge Beziehung der beiden Länder im Bereich des Bevölkerungsschutzes und die Zusammenarbeit des BBK mit dem russischen Ministerium für Notfallsituationen EMERCOM betont: „Bevölkerungsschutz ist international!“ Er überbrachte zudem die Grüße von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière. Unger dankte allen Partnern, die durch ihre Kooperation den Aufenthalt der russischen Feuerwehrangehörigen ermöglichen – so etwa dem Freistaat Bayern als Eigentümer des Feuerwehr-Gästehauses, dem DFV für die Vermittlung von Unterkunft und Dolmetscher sowie den lokalen und regionalen Feuerwehren für die Beteiligung an einem abwechslungsreichen Programm für die Gäste.

Der zweiwöchige Aufenthalt dient neben der Regeneration der Feuerwehrleute auch dem fachlichen Informations- und Erfahrungsaustausch mit deutschen Experten. „Das hier ist ein guter Ort, um Belastungen zu überwinden“, waren sich Gerhard Bullinger, der stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, sowie Heinrich Waldhutter, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Bayerisches Feuerwehrerholungsheim, einig. Angesichts der atemberaubenden Bergkulisse merkte Roman Nikitin, Vertreter der russischen Feuerwehrleute, schmunzelnd an: „ Wo es Berge gibt mit Schnee, da brennt es sicherlich weniger als bei uns!“