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Wie steht es um die Demokratie- und Vielfaltsarbeit in den Feuerwehren?

Foto beim Austausch in Hamburg

Die deutsche Zivilgesellschaft gerät zunehmend unter Druck. Bedenkliche Ergebnisse von Landtagswahlen, Einsparungen von staatlichen Förderungen sowie erhöhter bürokratischer Aufwand machen es Engagierten nicht leicht, sich für die Menschen im Land einzusetzen. Die Feuerwehrverbände lassen sich jedoch auch unter diesen Bedingungen nicht entmutigen und führen ihre Demokratie- und Vielfaltsarbeit fort.

Im April lud etwa die Feuerwehr Hamburg den DFV zum Austausch über die aktuellen Herausforderungen. Christian Theierl vom „Netzwerk Vielfalt“ stellte Conrad Wilitzki vom Projekt „Faktor 112“ die Feuer- und Rettungswache „Berliner Tor“ vor, in der sich sein Büro befindet. Als Gleichstellungsbeauftragter ist er für die Feuerwehr Hamburg tätig. Zurzeit führt er zudem sein Format „Wachendialog“ zu den Themen Kommunikation und Umgang miteinander im Feuerwehralltag durch.

In elf Landesverbänden sind bereits Haupt- und Ehrenamtliche aktiv, Extremismusprävention, Konfliktberatung und Diversity Management in den Feuerwehren zu ermöglichen. Nach wie vor werden sie von „Faktor 112“ darin bestärkt und unterstützt. So wird es sie erneut auf den Messen RETTmobil International (14.-16. Mai) und INTERSCHUTZ (1.-6. Juni) der Öffentlichkeit vorstellen.

Im Bundesförderprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (ZdT) arbeiten aktuell sechs Landesprojekte, die aber teilweise noch auf ihre Bescheide zur neuen Förderperiode warten. Hier gilt es im Austausch mit der Politik personelle und finanzielle Planungssicherheit herzustellen. Zudem betonen das zuständige Bundesministerium des Innern sowie die organisierende Bundeszentrale für politische Bildung die Wichtigkeit dieser Projekte für die Gesellschaft, auch nachdem mehrere Landesfeuerwehrverbände 2024 keine Weiterförderung erhielten. Der DFV kritisierte diese Entscheidungen. Teilweise mit anderen Förderungen engagieren sich die Landesfeuerwehrverbände Bayern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz jedoch weiter.

Darüber hinaus setzt „Faktor 112“ seine Arbeit an den Themen Frauenförderung und Prävention von Gewalt gegen Einsatzkräften fort. Weitere Informationen gibt es unter https://www.feuerwehrverband.de/kampagnen/faktor-112/.